Giardien

Giardien

-Giardien (Giardia duodenalis, auch Giardia intestinalis, Giardia lamblia) sind eine Gattung einzelliger Parasiten, die zu den Flagellaten – den Geißeltierchen – gehören.

-die Übertragung findet sowohl über verunreinigtes Wasser oder Futter als auch über den Kot anderer Hunde statt

-Die WHO (World Health Organization) hat Giardien beim Hund als Zoonose eingestuft. Die hundetypischen Giardienarten scheinen allerdings nicht besonders gefährlich für Menschen zu sein.

-Symptome: Übelriechender, schleimiger, schaumiger bis wässriger Durchfall, Blutbeimengungen im Stuhl, Gelbliche oder grünliche Verfärbung des Kots, Koliken, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust, Wachstumsverzögerung bei Jungtieren,n Fieber, gestörtes Allgemeinbefinden

-Nachgewiesen werden Giardien mittels Kotprobe, in der Regel Sammeltests 

-Behandlung :medikamentös über die Wirkstoffe Fenbendazol oder Metronidazol (in der regel Panacur). Mit einer “normalen” Wurmkur sind Giardien nicht behandelbar! Füttern sie kohlenhydratarmes Futter denn Giardien sind auf zuckerreiche Nahrung spezialisiert. Es gibt auch alternative Behandlungsmethoden und wir empfehlen auf jeden Fall, nach der Behandlung den Darm wieder zu stabilisieren da die Medikamente leider nicht nur die schädlichen Parasiten töten sondern auch die restliche Darmflora angreifen.

-Wichtig sind Hygienemaßnahmen: Futter- und Trinknäpfe täglich mit kochendem Wasser reinigen, Liegeplätze, Decken und Spielzeuge mehrfach bei mindestens 65 Grad Celsius waschen, Kotreste im Analbereich entfernen, beim Gassigehen den Kot entsorgen

-Vorbeugung: lassen sie ihren Hund generell nicht aus Pfützen trinken

 

Wichtig: Giardien kommen in den Auslandstierheimen leider immer wieder vor, da sie sehr ansteckend sind und dort oft übersehen werden. Im Regelfall geben wir deshalb bei Adoption unseren Hunden einen Schnelltest mit nach Hause. So haben sie sofort Information über eine eventuell vorliegende Infektion und dem Hund wird der Stress eines direkten Tieraztbesuches erspart. Ein Schnelltest ist allerdings nicht 100% zuverlässig.