Unsere Ungarntour im September- Teil 2
Da wir dieses Mal bereits am Freitag Abend nach Hajduböszörmeny gefahren sind, hatten wir auch dort mal einen ganzen Tag zur Verfügung.
Zum Frühstück haben uns Valeria und Kristina wieder in unseren Lieblingslagen Csuporka Bolt eingeladen, wo wir auch gleich wieder ordentlich eingekauft haben.
Danach ging es dann direkt in`s Tierheim, erstmal den Wagen leerräumen. Da kam wieder einiges an Spenden vor Ort an, vor allem dringend benötigtes Futter. Wir waren direkt vor der Abreise sicherheitshalber voll beladen auf einer LKW-Waage und mussten dann blöderweise ein bisschen was wieder ausladen da wir mit über 4000kg doch ein klitzekleines bisschen zu schwer waren… Wir werden zeitnah wieder eine Palette runter schicken, da wir einfach nur ein begrenztes Gewicht haben dürfen.
Nach dem Auspacken bekamen erstmal die Hunde ihre Geschenke, für die wir Patenpäckchen dabei hatten. Anschließend haben wir eine Runde durch das Tierheim gedreht um nach allen zu schauen, alle zu begrüßen und natürlich gab es da für alle auch was zum knabbern.
Das Tierheim ist für seine eigentliche Kapazität gerade relativ leer, es sind einige Zwinger nicht besetzt. Ein ungewohntes Bild, das leider der finanziellen Situation momentan geschuldet ist und den fehlenden Arbeitern. Aktuell gibt es nur 3 Angestellte, die die komplette Arbeit erledigen. Und ohne ausreichende Finanzen kann eben nur eine begrenzte Anzahl Hunde aufgenommen werden denn die brauchen Futter, Tierarzt, Versorgung, Reinigung und der Verbrauch an Wasser und Strom hängt da auch mit dran. Leider gibt es von Seiten der Stadt immer noch keine adäquate Unterstützung. Ohne unsere monatliche und nicht unerhebliche Unterstützung wäre der Betrieb überhaupt nicht mehr möglich. Deswegen an dieser Stelle hier mal ein Dankeschön an alle, die uns mit Patenschaften, freien Spenden, Mitgliedschaft oder auf anderen Wegen helfen!
Nach unserem Rundgang gab es ein leckeres Mittagessen. Das gibt es mittlerweile immer vegetarisch und das finden wir richtig Klasse.
Beim Essen war auch nochmal Zeit, die tagtäglichen Probleme zu besprechen. Und ein bisschen rumgeblödelt wird natürlich auch immer- wir kennen uns nun schon so viele Jahre und da darf man auch mal zusammen lachen, auch wenn die Situation oft eher zum heulen ist.
Satt gefuttert ging es dann an die Fotoliste, auf der diesmal neben ein paar Neuzugängen vor allem ein paar Sorgenkinder standen wie der alte Tapingo oder der auch betagte Winston. Wir holen die Hunde immer draußen vor das Tierheim, gehen ein Stück mit ihnen, machen Fotos und Videos. Und lernen manche dabei nochmal anders kennen als im Zwinger. Maxim zum Beispiel, der einen aus seinem Zwinger raus immer angiftet das man fast meint er wäre ein total aggressiver Hund, ist draußen wie ausgewechselt! Für uns ist dieses „fühlen“ der Hunde wichtig um im Falle einer Adoption die richtige Entscheidung zu treffen.
Am Schluss blieb noch etwas Zeit, um wieder einer Fellkugel etwas Pflege zukommen zu lassen aber das zeigen wir euch in einem eigenen Beitrag.
Den Abend haben wir wie schon die Nacht vorher hier auch einer neuen Location verbracht. Da alles ausgebucht war, auch unsere Übernachtungsmöglichkeiten die wir sonst nutzen, hatte uns Vali Zimmer besorgt. Dort haben wir einen gemütlichen Abend verbracht bevor es Sonntag dann nach Hause ging.
Wir sind diesmal nach vielen Jahren Transport ohne Hunde nach Hause gefahren. Seit 1.7.26 gilt auch für uns als gewerblich gewertetem Transport (wenn Hunde dabei sind) die Fahrtenschreiberpflicht. An dieser hängen vorgeschriebene maximale Fahrtzeiten, die uns richtig Probleme machen weil wir teilweise nicht mehr nach Hause kommen und irgendwo 9 Stunden Standzeit absitzen müssen. Wir sind also noch unschlüssig, wie wir das lösen.
Für dieses Mal kommen die Hunde mit Peter, einem ungarischen Transport, bis wir eine für alle machbare gute Lösung haben. Manchmal legt einem Bürokratie (bzw. die EU) recht unbequeme Steine in den Weg, obwohl man alles richtig macht.
Wir sind gut heimgekommen, auch wenn die Spritpreise uns echt die gute Laune verdorben haben. Jetzt lassen wir grad noch die Eindrücke sacken und würden eigentlich am liebsten direkt wieder losfahren. Aber das muss noch bis Oktober warten, dann werden wir wieder unterwegs sein.





































































