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Unsere Ungarntour im Oktober


[ Tourberichte ]

Pünktlich am Donnerstag Nachmittag startete unsere voll beladene Futterkutsche wieder Richtung Ungarn.  Mit an Bord diesmal Tina, eine unserer Pflegestellenmamas und auch Adoptantin mehrerer unserer Hunde. 

In unserem Stammhotel hinter Wien hatten wir Zwischenübernachtung und dann ging es Freitag früh in den Sonnenaufgang hinein nach Pecs.  Am Freitag war in Ungarn Nationalfeiertag und die Straßen waren für uns (fast) frei.

In Pecs haben wir wie immer Christa getroffen und ihr das Auto voll gepackt mit Katzenfutter und Kleidung.

Herzliches Danke an dieser Stelle an alle, die unserem Aufruf für Kleiderspenden gefolgt sind 

Um die Mittagszeit erreichten wir dann unser Partnertierheim in Pecs. Viele fleißige Hände haben beim ausladen geholfen, so dass der hintere Teil des Wagens recht zügig leer war.  Neben Futter hatten wir diesmal auch schon viele Decken, Bettchen und warme Hundemäntel für den bevorstehenden Winter dabei. 

Wir waren total begeistert von der jetzigen Zwingeranordnung (siehe früheres Posting!). Durch das Versetzen der mittleren Zwinger ist jetzt eine richtig große Freilauffläche entstanden. Zudem sind die neuen Zwingerböden einfach super, leicht zu reinigen und zu desinfizieren. 

Da es bereits um 16 Uhr dunkel wird, wurde dann die Fotoliste abgearbeitet. Einige Neuzugänge, die Welpen und auch ein paar unserer Langzeitinsassen wurden fotografiert und bekamen Videos gemacht. 

Wir schauen in gewissen Abständen immer mal wieder, was sich bei den Hunden verändert hat. Viele entwickeln sich super, verlieren ihre Ängste und lernen, den Mitarbeitern zu vertrauen.  Aber manche bauen auch ab- der triste Alltag fordert bei vielen einfach seinen Tribut.  Für die Vermittlungen ist es absolut wichtig, eine realistische Einschätzung zu haben um zu entscheiden, welcher Platz richtig ist und wer ggf auch mal dableiben muss, wenn es eben nicht passt.

Saci hat sich sehr über ihr Patenpaket gefreut- so viele Leckerchen kriegt man ja nicht alle Tage. Natürlich haben auch alle anderen Snacks abbekommen. 

Schmutzig und müde haben wir dann unsere Hotelzimmer bezogen. Am Abend gab es noch ein leckeres Essen, sowie ein Radler im Restaurant nebenan, dann ab unter die Dusche und ins Bett gehüpft. 

Samstag Morgen haben wir unseren goldigen Mitfahrer Winnie im Tierheim abgeholt und sind mit wunderschönen bunten Herbstfarben entlang der Autobahn nach Hajduböszörmeny in unser 2.Tierheim gefahren. 

Dort hat uns das Team erstmal mit leckerer, selber gemachter Pasta versorgt und wie immer haben wir beim Essen die anstehenden Themen und Sorgen besprochen. Die finanzielle Lage des Tierheimes ist weiterhin sehr angespannt. Die Hoffnung auf mehr Unterstützung nach dem politischen Wechsel in Ungarn blieb bisher unerfüllt. So bleiben viele gute Ideen in der Schublade und der tägliche Kampf um`s Überleben ist leider allgegenwärtig. 

Mit vereinten Kräften wurden dann die Spenden ausgeladen. Mit der gerade erst kurz vor uns angekommenen Palette ist jetzt erstmal für ein paar Wochen genügend Futter da. 

Nach einer Runde über das Gelände, vielem Hallo sagen an bekannte Gesichter und großzügiger Verteilung von Kaustangen haben wir auch hier unsere Videoliste ausgepackt (anders als in Pecs macht in Hajduböszörmeny Kristina die Fotos der Hunde ). Wir finden ja immer, dass Videos nochmal anders aussagekräftig sind als Fotos. 

Natürlich haben wir auch nach unserem Sorgenkind Bela geschaut. Er hat Stand jetzt keine Epilepsie, sondern wahrscheinlich Anaplasmose und Borreliose. Er wohnt momentan drinnen und wird behandelt. Sobald er fit genug für die lange Fahrt nach Deutschland ist, werden wir ihn holen.

Am späten Nachmittag haben wir auf dem kleinen Friedhof auf dem Tierheimgelände Kerzen angezündet im Gedenken an all die, die wir verloren haben in den letzten Jahren. Sie haben dort ihren eigenen Platz, genauso wir zu ihrer Lebenszeit. 

Mit der einsetzenden Dämmerung wurde es dann ruhig im Tierheim, auch die Mitarbeiter gehen ja am späten Nachmittag nach Hause. Wir haben uns dann noch schnell im Supermarkt mit etwas Proviant für die Heimreise eingedeckt, den Wagen vollgetankt damit wir mit wenig Stopps nach Hause kommen und die Boxen vorbereitet.

Beim Abendessen lässt man den Tag nochmal Revue passieren- es ist schon immer sehr emotional, vor allem für die Mitfahrer die nicht regelmäßig dabei sind. Aber auch für die „alten Hasen“ gibt es immer wieder Situationen, die einem näher gehen als andere…

Aber... ... die mal richtig gute Nachricht: wir haben das mit dem Fahrtenschreiber klären können. Wir dürfen weiter ohne so ein Teil fahren. 

Also haben wir am Sonntag früh unsere Heimfahrer mit Sicherheitsgeschirr ausgestattet und sicher für die Heimreise verpackt. Dann ging es los auf den über 1000km langen Heimweg, den wir trotz unglaublich vieler Baustellen in allen drei Ländern gut und zügig geschafft haben.  Winnie, Malna, Olga, Sheldon und Kevin sind gut in Deutschland angekommen. 

Unsere nächste und letzte Tour dieses Jahr wird die Weihnachtstour am letzten Wochenende vor Weihnachten sein. 

Wir hoffen sehr, dass wir dort mehr Hunde mitbringen können. Das Überwintern draußen ist hart… Darum hier jetzt schon die Bitte, unsere Zuhause-Gesucht-Postings bitte viel zu teilen. Unsere Reichweite ist nicht so groß wie die von anderen Organisationen. Unsere Hunde werden nur gesehen, wenn ihr sie viel geteilt oder wenigstens ein Herzchen drunter setzt und uns freut das auch wenn wir sehen, dass ihr ein bisschen teilhabt an unserer Arbeit. 

Wir fangen jetzt mal mit Geschenke sammeln an.

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