Momentan steht unser Vereinswagen ja nicht in Hettstadt sondern in der Nähe von Augsburg, wo zur Zeit unsere 1. Vorsitzende wohnt und sich auch das Hauptlager befindet. Deswegen wird das Auto auch hauptsächlich dort gepackt, bevor es am Donnerstag dann nach Hettstadt geht um die Sachen noch einzuladen, die inzwischen dort noch abgegeben wurden - das Lager dort gibt es ja auch weiter. Und natürlich, um unsere Beifahrerin einzusammeln. Mit Beke und allen Spenden an Bord ging es dann am späten Nachmittag los Richtung Wien zur Zwischenübernachtung.
Frisch ausgeruht durften wir Freitag früh die Fahrt bei schönem Wetter fortsetzen - überhaupt hatten wir wettermäßig wirklich Glück an diesem Wochenende. Nach einem leider größeren Stau in einer 40km langen Baustelle direkt vor Budapest kamen wir gegen Mittag in Pecs an, wo wir zuerst Christa getroffen haben (siehe Post vorher). Nachdem wir ihr die für sie mitgebrachten Spenden ins Auto geladen haben, war das Stück Feldweg bis zum Tierheim nur noch ein Klacks.
Unser aller Liebling Rexi empfing uns direkt und hat gleich mal beim Ausladen geholfen und Probesitzen im Auto gemacht damit er vorbereitet ist, wenn es eines Tages tatsächlich nach Hause gehen sollte - woran wir fest glauben. Haben wir ihm versprochen…
Wir hatten einige Boxen für das Tierheim dabei und viele andere Sachen und gar nicht so viel Futter, weil ja parallel die Palette nach Pecs unterwegs ist. Dafür mehrere Kisten mit Spielsachen plus ein Geschenkpaket für die Welpen und auch noch andere ziemlich große Patenpakete. Leinen, Halsbänder, einiges an Decken und Betten, und ganz viele Leckerlis und Kauartikel.
Grad fertig mit ausladen, kamen direkt unsere Gäste zum vereinbarten Termin. Über Sabine und ihren Mann Jürgen hatten wir ja auch schon berichtet: Jürgen baut grad eine neue Treppe für den Container und wird sich in nächster Zeit auch noch um ein paar andere hölzerne Sorgenkinder kümmern.
Wir hatten eine sehr lange Fotoliste dabei da wir im Oktober 2025 das letzte Mal in Pecs waren. Die Dezembertour wurde wegen Parvo abgesagt, im Januar dann ging das Auto kaputt.
Es standen also sehr viele Hunde auf unserer Kennenlernliste. Allein Smilla und ihre 12 Welpen brauchten schon etwas Zeit. Und so verflog der Nachmittag echt schnell, schwuppdiwup wurde es dunkel (in Ungarn geht die Sonne eine Stunde früher unter als hier bei uns - und auf natürlich auch ).
Staubig, vollgesabbert und müde aber zufrieden mit dem Ergebnis des Tages, haben wir noch mit wunderschönem Sonnenuntergang im Hintergrund auf dem Aldiparkplatz die 10 Boxen vorbereitet für die Hunde, die wir Samstag mitnehmen würden. War ein bisschen Tetris da ja im vorderen Bereich des Wagens noch die Spenden für Hajduböszörmeny verstaut waren, aber wir haben am Ende alle Boxen sicher untergebracht.
Im Appartment dann noch heiß duschen und im Schlafanzug Brotzeit futtern, dann todmüde ab ins Bett.
Am Samstag standen die Mädels frühs pünktlich bereit, um all die kleinen wuseligen Heimfahrer einzupacken. Das ging recht zügig und um 8 Uhr ging es mit der kleinen Rasselbande auf die Autobahn nach Hajduböszörmeny. Die meiste Zeit bei der 4 Stunden langen Fahrt schlafen die Hunde. Eigentlich hatte nur Klein-Elsie immer mal was zu motzen.
Um 12 Uhr waren wir in Hajduböszörmeny. Und gerade das schmerzt jetzt wirklich zu erzählen, denn ausgerechnet Zsuzsa stand drinnen und wartete auf uns, weil Vali und Kristina noch unterwegs waren. Da gab es diese unglaublich herzliche Umarmung und dieses witzige „Grüß Gott“, was sie immer sagte wenn wir kamen.
Es fühlt sich so unwirklich an, das sie einfach nicht mehr da ist…
Kurz darauf kamen auch Vali und Kristina. Ins Tierheim kommen ist immer ein bisschen wie gute Freunde besuchen.
Ach und ja, ein Geburtstagsg´schenkle gabs auch noch - lieben Dank dafür
Nach einem gemeinsamen Mittagessen haben wir den Wagen leer geräumt. Auch hier diesmal nicht soo viel Futter sondern sehr viele medizinische Dinge, Körbe, Näpfe, Gummistiefel für die Arbeiter und ein paar verspätete Weihnachtspakete.
Auch hier war der Nachmittag den Neuzugängen gewidmet - in Hajdu waren wir zwar im Januar, sind aber da wegen der unglaublich vielen Weihnachtsgeschenke nicht dazu gekommen, die neuen Hunde rauszuholen. Wie immer machen wir zuerst einen Rundgang durch das Tierheim und im Anschluß daran holen wir die Neulinge draußen vor das Tor zum Fotos und Videos machen und zum kennen lernen und anfühlen.
Am Ende des Nachmittages haben wir noch mit Kristof und Syrah einen schönen Spaziergang über den alten Friedhof auf der anderen Straßenseite gemacht. Die beiden sitzen leider schon sehr lange im Zwinger und haben den Ausflug auch sichtlich genossen.
Leider sind die personellen Probleme im Tierheim immer noch gravierend - es finden sich einfach keine Mitarbeiter. Viel zu wenig Menschen versorgen zu viele Hunde, und dabei ist das Tierheim nicht wirklich voll. Die Aufnahmen sind absolut runtergefahren weil eben einfach keine Mitarbeiter da sind. Das macht tatsächlich auch uns wirklich Sorge, denn was passiert, wenn niemand gefunden wird?
Mit diesen Gedanken im Kopf sind wir dann am Abend in unsere Ferienwohnung gekommen. Das hat uns auch noch sehr viel länger beschäftigt und tut es auch jetzt noch.
Vor der Wohnung haben wir dann noch den Wagen für den nächsten Morgen vorbereitet.
17 Hunde sind am Sonntag früh eingestiegen und in ein neues Leben gefahren. Die Straßen waren frei und wir sind super durchgekommen. Weniger erfreulich waren die Spritpreise, wobei die in Österreich und vor allem in Ungarn deutlich unter dem deutschen Niveau liegen. Aber trotzdem hat uns die Fahrt statt wie sonst etwa 500€ diesmal knapp 700€ an Spritkosten gekostet.
Alle unsere Hunde sind gut in ihren Familien, auf ihren Pflegestellen und bei unseren befreundeten deutschen Tierschützern angekommen.
Wir atmen jetzt erstmal durch, verarbeiten den Tod von Zsuzsa, machen uns Gedanken wie es weiter geht und starten im Mai wieder durch.














































































