Unsere Ungarntour im September- Teil 1
Anders als sonst sind wir diesmal bereits einen Tag früher, nämlich am Mittwoch gestartet. Beifahrerin Susanne hatte sich gewünscht, einmal einen Tag Zeit zu haben um den schönen Ort Pecs anschauen zu können. Von dem sehen wir normalerweise sonst nichts, da wir in nur 2 Tagen (der Sonntag ist ja ausschließlich der Rückfahrt gewidmet) immer ein straffes Programm in den Tierheimen haben. Also ging es bereits am Mittwoch Abend bis nach Wien und nach Zwischenübernachtung haben wir uns dann Donnerstag Mittag mit Christa getroffen. Am üblichen Treffpunkt Katzenfutter für die Straßenmietzen umgeladen und dann hat Christa uns mit in die Stadt genommen und uns dort die schönsten Dinge in einem Stadtrundgang gezeigt. Pecs hat eine wunderschöne, historische Altstadt und wenn man jemanden dabei hat der sich auskennt ist das um so besser. Wir hatten viel Spaß miteinander, haben viel gelacht und auch Christa hat den Besuch genossen- in der eigenen Muttersprache redet es sich eben doch am Besten.
Wir hatten diesmal ein neues Appartement- mit dem großen Wagen können wir nicht mal eben überall parken und daher ist das Angebot ziemlich eingeschränkt. Mit ein wenig rangieren standen wir dann gut bewacht auf unserem Privatparkplatz und haben uns frisch geduscht nach der Hitze des Tages (das Wochenende hatte immer noch über 30 Grad) zu Fuß zu einem nahegelegenen Restaurant aufgemacht und den Abend bei einem leckeren Essen und gut gekühltem Bier ausklingen lassen.
Durch die Übernachtung in Pecs hatten wir mal deutlich mehr Zeit im Tierheim als sonst, wo wir ja immer erst um die Mittagszeit ankommen. Diesmal starteten wir gleich morgens.
Zu erst gab es erstmal Tränen bei Ankunft im Tierheim, denn der Tod von Arthos am Vortag war einfach so unglaublich präsent. Und da standen wir vor dem Zwinger in dem jetzt nur noch Lilith saß, fast noch ein bisschen ungläubig und tief traurig. Wir hatten am Morgen ein Herz für den Zwinger von Arthos geholt, auf dem übersetzt „wir werden dich nie vergessen“ steht. Es hängt jetzt an seinem Zwinger, in dem er so viele Jahre verbracht und aus dem wir ihn nicht rausholen haben können.
Lilith geht es soweit gut. Sie trauert, aber sie ist nicht depressiv. Sie hat ja in den letzten Tagen gefühlt, dass es Arthos nicht gut ging. Das Team kümmert sich gut um sie und sie bekommt gerade viele Streicheleinheiten.
Zum Tränen trocknen bekamen wir dann erstmal die Kleinsten auf den Schoß, es gibt ja seit ein paar Tagen viele Winzlinge im Tierheim. Der eine geht, andere kommen…
Bei 15 Neuzugängen, 4 Hunden die wir letztes Mal nicht fotografieren konnten, weil sie noch zu scheu waren und mehreren Dauersitzern die auf der Fotoliste standen hatten wir bzw. die Kamera ordentlich zu tun.
Zwischendrin bleib Zeit zum miteinander reden und Hunde kuscheln oder rumtoben. Wir haben die neue Zwingerreihe bestaunt, die eine wirklich unglaubliche Leistung vom Team und freiwilligen Helfern ist.
Die Spenden haben wir diesmal fast am Ende unseres Besuches ausgeladen, weil wir die (noch) nicht ganz heißen Temperaturen des Tages mit den Hunden nutzen wollten bevor es dann am Nachmittag wieder richtig warm wurde.
Es war ein sehr emotionaler Tag mit sehr unterschiedlichen Gefühlen. Uns berührt es immer wieder, welche Verbindung man zu den Hunden vor Ort hat obwohl wir selten da sind- die Bilder sprechen da für sich. Es macht etwas mit einem, wenn man die nasse Nase von einem Hund ins Gesicht geschoben bekommt, der eine schlimme Vorgeschichte hat, Angst hatte und doch wieder vertraut… Wir hoffen sehr, dass noch einige dieser wunderbaren Geschöpfe ihre Chance auf ein gutes Leben bekommen. Es geht ihnen im Tierheim nicht schlecht, aber ein Zwinger ist eben kein wirkliches Zuhause.
Gegen 16Uhr haben wir uns dann vollgesabbert, abgeschlabbert und staubig noch ein Aldi-Eis gegönnt bevor wir die 400km nach Hajduböszörmeny rüber gefahren sind. Diesmal ohne Hunde. Warum, das erklären wir euch im 2.Teil.
Susanne hatte ihre erste Fahrstunde mit unserer großen Futtikutsche und hat das prima hinbekommen.
Mit einem schönen Sonnenuntergang sind wir abends gut drüben angekommen.
Teil 2 folgt- so viele Fotos gehen nicht in einen Beitrag.














































































