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Unsere Tour im Mai


[ Tourberichte ]

Das Packen des Wagens war diesmal eine Herausforderung.  Denn zwischen immer wieder Regenschauern, hieß es die Pausen nutzen und schnell was raus tragen so lange es trocken blieb.  Allein die Logistik, welche Boxen für welche Hunde gebraucht werden und wie diese gepackt werden müssen damit dann auch am ersten Stop in Pecs alles da ist, lässt die nicht mehr ganz taufrischen Gehirnzellen auf Hochtouren arbeiten. Außerdem war diesmal klar, dass später zugeladen werden muss, da unsere Susanne auch mit vollem Auto zum Treffpunkt kam. Sie hatte sich vorher noch mit Beke und Tina getroffen, um Spenden und Boxen von der letzten Tour mitzubringen. Da wir eh schon immer schauen müssen, dass der Wagen nicht überladen ist, muss dann da extra etwas Platz und Gewicht frei gelassen werden.

Nachdem dann aber doch alles sicher verstaut war, starteten wir wie immer Donnerstag am späten Nachmittag bei Würzburg in Richtung Wien.

In der Nähe von Melk in Österreich hatten wir einen Zwischenstop, denn eine sehr liebe Familie hatte uns (wieder, wir waren da schon mal) eingeladen. Der Kontakt besteht, seit sie sich für einen Hund aus Pecs interessiert hatten und sogar extra dort waren. Die Vermittlung hat dann aus verschiedenen Gründen nicht geklappt, der Kontakt ist geblieben.  Wir bekamen ein sehr leckeres, spätes Abendessen und haben uns ziemlich verquasselt.  Die beiden hatten auch wieder einiges an Spenden für uns gesammelt und so war das Auto dann komplett voll. Um 1:30 Uhr fielen wir dann endlich in unserem Hotel hinter Wien ins Bett. 

Nach kurzer Nacht ging die Fahrt bei schönstem Sonnenschein Freitag früh weiter- leider durch unendlich viele Baustellen und Stau- allein vor Budapest quälten wir uns durch eine 40km lange Baustelle, in der wir eine ganze Stunde Fahrtzeit verloren haben. 

Ein bisschen später als sonst, aber trotzdem guter Dinge kamen wir dann in Pecs an, wo wir der lieben Christa wie immer ihr Auto voll Katzenfutter gepackt haben. Uns hat es sehr gefreut davon zu hören, dass es ihr gesundheitlich gut geht. Sie hatte im letzten Jahr eine nicht so schöne Diagnose…

Dann endlich, am frühen Nachmittag, Ankunft im Tierheim in Pecs. Beim Ausladen hat Dobermann Ludo fleißig geholfen und schon mal Probesitzen im Auto für den nächsten Tag gemacht. 

Die Mädels im Tierheim haben jetzt tatsächlich einen Ort geschaffen, wo man mal sitzen, was trinken und in Ruhe die anstehenden Dinge besprechen kann. Dafür wurde einer der Zwinger versetzt, der bisher mitten im Gelände stand. Thalia fand den Umzug wohl nicht so prickelnd, ist aber jetzt einverstanden mit ihrem neuen Wohnort, der viel größer ist als vorher. 

Bei einem kalten Eiskaffee (es waren inzwischen fast 25 Grad) haben wir besprochen, was als Nächstes ansteht, wer kommt und wer geht, wer welche Probleme hat. Viele Neuzugänge gibt es derzeit nicht da alle Zwinger belegt sind, aber wir haben trotzdem einige Fotos gemacht, z.B. von Günther, der leider aus seiner Vermittlung zurück kam. Wir hatten letztes Mal seine Geschwister mitgenommen, kurz danach kam er zurück und sitzt jetzt allein dort.  Dreibeinchen Nestor bekam ebenfalls mal wieder ein Fotoshooting und auch der scheue Nozi, der langsam ein bisschen zutraulicher wird. Nach allen anderen haben wir natürlich auch geschaut. Thalia hat sich über ihr Patenpaket gefreut und mit Hazel und Lucky gab es eine Toberunde. 

Ziemlich verstaubt und verschwitzt haben wir dann gegen Abend die Boxen für den nächsten Morgen im Auto aufgebaut und nach einer dringend nötigen Dusche den Abend im Appartment ausklingen lassen. 

Samstag früh durften 9 Mitfahrer einsteigen und mit uns die Weiterfahrt nach Hajduböszörmeny antreten. Ludo ist von ganz allein in seine Box gestiegen. Die Mädels konnten nicht mal Fotos machen, so schnell war der da drin.  Außerdem durften Leander, Indi, Momo, Zoe, Smilla und ihre zwei letzten Welpen mit. 

Diesmal kamen wir besser durch und sind nach exakt 4 Stunden Fahrt mittags um 12 Uhr in Pacsi angekommen. 

Dort gab es erstmal Tränen, denn Zsuzsa fehlte einfach. Bei der letzten Tour stand sie da noch, nahm uns in ihre Arme...

Unsere Mitfahrer haben als erstes ihre Übernachtungszwinger bezogen und wurden dort mit Wasser und Futter versorgt. Danach haben auch wir Futter in Form von leckerem Mittagessen bekommen. Wir haben ziemlich lange mit Vali und Kristina in der Küche gesessen und über die aktuellen Probleme geredet. Die Situation ist immer noch sehr angespannt wegen fehlender Arbeiter, aber das bestehende Team ist sehr bemüht dieses Defizit auszugleichen. 

Der Ausbau der Zwingerböden geht gut voran, die ersten konnten wir schon fertig sehen. Die Lösung mit den Betonböden ist definitiv viel besser, weil sie einfach besser sauber zu halten sind. 

Nach der Mittagsrunde ging es dann wie immer an unsere Foto- und Videoliste. Da waren einige Neuzugänge, aber euch mehrere Langzeitsitzer und Sorgenkinder standen mit drauf. 

Joker bekam vor dem Fotoshooting erstmal eine Schönheitskur, denn er sah dermaßen zerrupft aus das wir ihn so nicht fotografieren wollten. Er war sichtlich erstaunt, als so viele Leute an seinem Fell rumgebürstet und gezupft haben. Joker sitzt wie auch einige andere, schon sehr lange im Tierheim. Auch unser Sorgenkind Jessica war mal wieder dran oder Homer, der seit seiner Kindheit im Tierheim sitzt.

Die ganz neuen Hunde müssen wir immer drinnen fotografieren da sie wegen der Quarantäne das Gelände nicht verlassen dürfen. Da waren diese winzigen Chihuahuamischlinge, jeder grad mal zwei Hände groß und so ängstlich… 

Für alle anderen gab es dann noch eine Runde durch das Tierheim, wir können leider nicht alle raus holen bei unseren Besuchen. Aber schauen tun wir immer nach ihnen. 

Olga, Bianca und Arabella durften ihre Patengeschenke entgegen nehmen. Da ist die Freude immer groß, wenn es außer dem normalen Futter mal was Besonderes gibt! 

Der Nachmittag war wieder unglaublich schnell rum. Auto noch voll tanken für die Heimfahrt und dann hieß es, 16 Boxen für 19 Hunde im Auto zu verstauen (einige der Geschwister durften zu zweit in eine Box). Die müssen ja nicht nur platzmäßig rein passen, sondern auch in der Ausstiegsreihenfolge sinnvoll angeordnet und vor allem gut gesichert sein, damit bei der Fahrt niemand durcheinander purzelt. Nach einer guten Stunde war das Taxi vorbereitet und das Team konnte sich bei den letzten Strahlen der untergehenden Sonne noch einen Moment Ruhe gönnen. Später am Abend werden dann noch die Pässe vorbereitet und die Abholliste vervollständigt. Die sagt uns auf der Rückreise, welche Familie wir wann zum Treffpunkt los schicken müssen. 

Sonntag früh haben wir als allererstes Blumen zu Zsuzsa`s Gedenkecke gestellt und uns verabschiedet. 

Nachdem der Amtsarzt da war und sein Go gegeben hat, bekamen unsere Schnuckelchen dann ihre Sicherheitsgeschirre an und durften einsteigen. Für einige endet damit eine jahrelange Warterei im Zwinger. Aus Pacsi durften Felix, Othello, Edda, Xenia, Adalette, Sheyran und die 5 Welpen Donatella, Deborah, Deziree, Dina und Dylan fahren.

Alle unsere 19 Hunde sind gut und sicher in Deutschland angekommen. Über ihre Geschichten in ihren Familien berichten wir euch wie immer in den Vermittlungspostings, wenn sie sich eingelebt haben.

Das Wochenende ging wieder so schnell vorbei- vollgepackt mit unglaublich viel Emotion und Eindrücken rennt die Zeit immer und schwups ist man schon wieder Zuhause. 

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Tour Ende Juni. Diese mussten wir um eine Woche vorverlegen wegen der ab 1.Juli geltenden Fahrtenschreiberpflicht, die leider auch auf uns zukommt.  So können wir wenigstens diese Tour noch ohne das Ding fahren. 

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